OpenClaw

Eintrag zuletzt aktualisiert am: 02.06.2026

OpenClaw ist ein Open-Source-System für persönliche KI-Agenten, das nicht nur Antworten erzeugt, sondern selbstständig Aktionen ausführen kann. Man kann es sich als eine Mischung aus ChatGPT, Assistent und Automatisierungsplattform vorstellen.

Entwickler ist der österreichische Softwareunternehmer Peter Steinberger. Das Projekt erschien Ende 2025 zunächst als „Clawdbot“, wurde kurzzeitig in „Moltbot“ umbenannt und heißt seit Anfang 2026 „OpenClaw“.

Ein OpenClaw-Agent kann beispielsweise:
  • E-Mails lesen und beantworten
  • Kalender verwalten
  • Dateien durchsuchen und ändern
  • Shell-Befehle ausführen
  • Webseiten bedienen
  • Formulare ausfüllen
  • Nachrichten über WhatsApp, Telegram, Signal, Slack oder Discord entgegennehmen und beantworten ([OpenClaw][2])

Beispiel für den Einsatz von OpenClaw

> „Finde einen freien Termin nächste Woche, buche ein Teams-Meeting und informiere alle Teilnehmer.“

Ein klassischer Chatbot erklärt , wie das geht. OpenClaw kann es tatsächlich ausführen.

Hintergründe

OpenClaw selbst enthält kein eigenes Sprachmodell, sondern verwendet Modelle wie GPT, Claude, Gemini oder DeepSeek als „Gehirn“.

OpenClaw gilt als eines der ersten Systeme, das den Gedanken des persönlichen KI-Agenten konsequent umsetzt:
  • läuft auf eigener Hardware oder Servern
  • arbeitet dauerhaft im Hintergrund
  • besitzt Gedächtnis über frühere Aktionen
  • kann selbstständig Werkzeuge benutzen
  • ist vollständig Open Source (MIT-Lizenz)

Risiken

Die Kehrseite ist, dass OpenClaw oft weitreichende Rechte benötigt:
  • Zugriff auf Dateien
  • Zugriff auf Mailkonten
  • Zugriff auf Kalender
  • Ausführung von Programmen

Daher gibt es erhebliche Sicherheitsdiskussionen. Mehrere Untersuchungen haben gezeigt, dass solche Agenten anfällig für Prompt-Injection und andere Angriffe sein können.